Ausgewählte Operationen an Hand & Ellenbogen

Entfernung eines Überbeins (Handgelenksganglion)

Besser bekannt als „Überbein“, treten Ganglien bevorzugt auf dem Handrücken, an der Außenseite des Handgelenks oder an den Fingergelenken auf. Die genaue Ursache für ihr Auftreten ist noch nicht vollständig geklärt. Nicht immer sind die gutartigen Zysten mit Schmerzen oder Funktionsbeeinträchtigungen verbunden. Die meisten stört das Überbein eher aus kosmetischen Gründen. Manche Ganglien bilden sich von selbst zurück, andere müssen als Ganzes in einer Operation entfernt werden. Denn ein Ganglion kann auf Nerven drücken, die dadurch Schmerzen verursachen sowie die Beweglichkeit einschränken. In vielen Fällen reicht eine Punktion, also das Absaugen der zähen Flüssigkeit über eine Nadel. Wenn sich das Ganglion daraufhin erneut mit Flüssigkeit füllt, bleibt die OP. Dabei wird das Ganglion komplett entfernt. Nach dem Eingriff wird das Handgelenk für einige Tage in einer Schiene ruhig gestellt. Zudem sollte es für etwa zwei Wochen nicht zu stark belastet werden.
Vorteile: Schon zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff können Sie Ihr Handgelenk in der Regel wieder voll belasten und ohne Beschwerden bewegen.

Operative Therapie des Karpaltunnel-Syndroms (KTS)

Der Karpaltunnel ist ein Nerven-Muskel-Durchgang in der Höhe des Handgelenks. Ist dieser Kanal zu eng, kommt es zu einem „Nerven-Engpass“, dem Karpaltunnel-Syndrom (KTS). Der Druck auf den Nerv bewirkt Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Schmerzen in der Hand und den Fingern, besonders nachts. Auf Dauer kann die Daumenmuskulatur geschwächt werden, so dass z.B. Handarbeiten kaum noch möglich sind. Die Ursache für ein KTS ist häufig unklar. Durch eine Operation wird der Karpaltunnel erweitert; es entsteht wieder mehr Platz für den Nerv und die Blutgefäße. Der Eingriff wird meist minimal-invasiv in Regionalanästhesie durchgeführt. Das heißt, nur das Operationsgebiet bzw. der Arm wird betäubt, der Patient bleibt bei Bewusstsein. In vielen Fällen behebt diese Methode die Beschwerden sofort. Je früher die Behandlung des KTS beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Beim endoskopischen Eingriff sind meist nur zwei kleine Hautschnitte erforderlich. Damit die Wunde gut heilt, wird das Handgelenk mit einer Schiene für einige Tage ruhig gestellt. Finger- und Schulterübungen sind hilfreich, um die Beweglichkeit rasch wiederherzustellen.
Vorteile: In der Regel verspüren Sie sofort nach dem Eingriff eine Besserung. Viele sind anschließend sogar völlig schmerzfrei. Auch Missempfindungen und Kraftverlust können sich deutlich bessern.

Operative Therapie des „schnellenden Fingers“

Bei dieser Erkrankung lässt sich ein Finger oder der Daumen nach dem Beugen nur schwer wieder strecken. Das Gelenk ist zunächst wie „blockiert“ und dann schnellt das Fingerglied plötzlich nach vorn. In dem Fall handelt es sich um einen sogenannten „Schnappdaumen“ oder „schnellenden Finger“ – medizinisch Tendovaginitis stenosans. Häufig bereiten die ruckartigen Bewegungen Schmerzen. Die Ursache: Eine verdickte, entzündete Beugesehne im Finger gleitet nicht mehr frei durch das Ringband, das die Sehne eigentlich in der richtigen Position halten soll. Möglicherweise spielen Veranlagung, belastende Tätigkeiten und Verletzungen eine Rolle. Mit einem kleinen operativen Eingriff, meist unter örtlicher Betäubung, kann die verengte Stelle erweitert oder ein abschwellendes Präparat eingebracht werden. Diese Techniken sind in der Regel sehr erfolgreich und der Finger kann meistens direkt nach der OP wieder frei bewegt werden. Gezielte Bewegungsübungen unterstützen die Heilung und wirken möglichen Verklebungen entgegen.
Vorteile: Das „Schnellen“ und die typische Schmerzsymptomatik sind bereits direkt nach dem Eingriff verschwunden. Nach nur ein bis zwei Wochen können Sie Ihre Hand wieder bei Ihren Alltagstätigkeiten einsetzen.
dr. christoph burghart
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